„Erkennen, Beurteilen, Handeln!“

„Erkennen, Beurteilen, Handeln!“

Joachim Schmelz macht mit Studienrätin Friederike Kirschner vor, wie die Atmung kontrolliert wird.

Erste-Hilfe-Kurs an der Oberschule Dinklage

Dinklage (jarö) – Noch bevor das neue Schuljahr beginnt haben das Kollegium und Bedienstete der Oberschule Dinklage mit gymnasialem Zweig einen Erste-Hilfe-Kursus zur Auffrischung absolviert. Erste-Hilfe-Ausbilder Sandra Honkomp, Joachim Schmelz und Christian Schmidt vom Malteser Hilfsdienst frischten die Maßnahmen zur Lebensrettung und Ersthilfe der Pädagogen als Doppelqualifikation auf. Wiederbelebung, Seitenlage, Druckverband, Schocklage, Ruhigstellen, Sichern von Wunden, Voraussetzungen für Hilfe zu schaffen, Absichern und Vorbeugen von Notsituationen und die Spuren- und Informationsaufnahme haben die Lehrkräfte an praxisnahen Übungen aufgefrischt, um im „Falle eines Falles“ im Schulalltag schnelle und richtige Ersthilfe leisten zu können, denn in einer lebensbedrohlichen Situation zählt letztendlich jede Sekunde!.

Rautek-Rettungsgriff: Schulsozialarbeiter Ingo Helms wird getragen.

„Erkennen, Beurteilen und Handeln sind die klassischen drei Schritte im Notfall“, informierte Referent Joachim Schmelz. Im Notfall werde zunächst das Bewusstsein festgestellt, ob ein Patient ansprechbar ist oder nicht. Ist er ansprechbar, sind Blutstillung, Schockbekämpfung und Absetzen des Notrufes unter 112 die richtigen Maßnahmen. Ist ein Patient nicht ansprechbar, wird überprüft, ob er atmet. Wenn nicht, wird sofort der Notruf veranlasst, anschließend wird die Herz-Lungen-Wiederbelebung mit oder ohne Defibrillator durchgeführt, bis der Notarzt kommt. Atmet der Patient, wird er zunächst in die Seitenlage gebracht und dann wird der Notruf abgesetzt. Bis der Notarzt kommt, muss die Atmung regelmäßig kontrolliert werden. An der Übungsfigur „Resusci Anne“ konnten die Kursteilnehmer ganz praktisch üben: 30mal die Herzdruckmassage, zweimal das Beatmen. Auch die Bedeutung einer seelischen Betreuung unterstrich Schmelz. So sei es wichtig, sich als Gesprächspartner dem Patienten und Unfallopfer vorzustellen. „Es ist auch gut, vorsichtig Körperkontakt über Hand und Schulter aufzubauen“, so Schmelz. Außerdem solle man sagen, dass man da ist, und was passiert. In unserer Zeit sei es auch wichtig, neugierige Zuschauer abzuschirmen.

Erste-Hilfe-Ausbilder Joachim Schmelz zeigt, was beim Einsatz eines Defibrillators zu beachten ist.

Zur seelischen Betreuung gehöre ebenfalls, einfach zuzuhören und religiöse Bedürfnisse des Patienten ernst zu nehmen. Übrigens: Im Notfall ist jeder verpflichtet, Erste Hilfe zu leisten! Mehr zur Hilfsorganisation Malteser Hilfsdienst unter: www.malteser.de. Mehr zur Oberschule Dinklage im Internet unter: www.oberschule-dinklage.de

Bilder und Text: Jan Röttgers, StR