21.05.2022

Digitalisierung an Dinklages Oberschule schreitet voran

Technik-Lehrer Gunnar Tomforde (hinten links) und Schulleiter Stefan Fiebig führen die Vorzüge der neuen interaktiven Tafeln vor. Vertrauenslehrer Jens Sündermann und Kollegin Michaela Schulze schauen freudig zu. Foto: Röttgers

36 interaktive Tafeln für die Klassenräume und iPads für das Kollegium

Dinklage (jarö) –Eine Jahrhunderte lange „Ära“ geht zu Ende, die ganze Generationen von Schülern kannten: Auf Nimmerwiedersehen Kreidetafel! In diesen Tagen verschwinden die grünen Tafeln und die dazu gehörigen weißen Kreidestücke endgültig aus den Klassenräumen der Oberschule Dinklage mit gymnasialem Zweig. Im Zuge des von der Bundesregierung beschlossenen Digitalpakts für alle Schulen hält jetzt auch der technische Fortschritt Einzug in die Bildungseinrichtung am Kösters Gang. Insgesamt 36 interaktive Tafeln und iPads für alle Kolleginnen und Kollegen erhält die Schule. „In diesem Schuljahr werden alle Klassenräume neben den vorhandenen Dokumentenkameras zusätzlich mit interaktiven Tafeln der Firma Prowise ausgestattet“, freut sich Schulleiter Stefan Fiebig über den technischen Fortschritt. Eine solche Multifunktionstafel koste 2.800 Euro. „Diese Projektionsgeräte enthalten eigenständige PC-Module, so dass der Unterricht auch ohne weitere Endgeräte interaktiv gestaltet werden kann. Mit den gelieferten Lehrer-iPads wird es zudem möglich sein, Unterrichtsergebnisse via Bluetooth auf den digitalen Tafeln darzustellen“, gibt Fiebig Einblicke in die völlig neue Technik und damit viel modernere Möglichkeiten zur Gestaltung und Darstellung des Unterrichts. In einer ersten Tranche sind in den Osterferien bereits 16 interaktive Tafeln installiert und an das schulische Netzwerk angeschlossen worden. Weitere 20 digitale Tafeln werden im Laufe der nächsten Wochen folgen. Flankiert wird der technische Fortschritt an der Oberschule Dinklage mit schulinternen Lehrerfortbildungen, in denen das Kollegium in der Bedienung der digitalen Tafeln und ihren Einsatz im Unterricht geschult werden. Studienrätin Swantje ter Haseborg hat ihre neue Technik schon ganz konkret im Unterricht eingesetzt: „In Musik arbeite ich gerne mit der bereits installierten App Garageband, mit deren Hilfe am Beamer sichtbar für alle Kinder die Musiktheorie samt Akkorde lesen und Notenlehre erläutert werden kann“, freut sich die Musiklehrerin. Ebenso könne das Arbeiten an einer Partitur im Musikunterricht dadurch vereinfacht werden, da sich Markierungen im Notentext auch wieder löschen lassen können. Sowohl in Musik als auch in Religion könne mithilfe der iPads ein durch eine Präsentation gestützter Unterricht ermöglicht werden, so die Lehrerin, die auch evangelische Religion unterrichtet. „So kann auch direkt ein Text am iPad für alle sichtbar mit dem Stift strukturiert und aufbereitet werden. Insbesondere Bibeltexte können so auch sichtbar für alle dargestellt und nach der Bearbeitung kann Markiertes wieder gelöscht werden“, erläutert ter Haseborg die konkreten Anwendungsbeispiele für ihren Unterricht. Mehr zur Oberschule Dinklage unter: www.oberschule-dinklage.de